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Dridi-Dörffel , O.: Schariarecht im islamischen Gesellschaftssystem und westliche Demokratie Krauss, H.: Muslimische Gegengesellschaft Rezension Krauss, H.: 'Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft' Zukunft Europa: Der Islam in Europa Zusammenfassung Aslan, R.: 'Kein Gott ausser Gott' Stellungnahme gegen den Aufruf: „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime“ Stellungnahme gegen den Aufruf: „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime“ vom Interkulturellen Rat in Deutschland e.V., PRO ASYL und DGB-Bundesvorstand Bereich Migrations- und Antirassismuspolitik. Inzwischen hat sich auf allen staatlichen Ebenen die Einsicht durchgesetzt, dass die mit der ungesteuerten Zuwanderung verbundenen Integrationsprobleme zu den größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft gehören. Wer die Debatte zum Thema Integration aufmerksam verfolgt hat, muss aber leider konstatieren, dass der hinter diesen Problemen liegende Grundkonflikt tabuisiert wird. Mit der Zuwanderung insbesondere aus der Türkei und anderen islamischen Ländern ging ein stetig steigender Einfluss des Islam in Europa und Deutschland einher. Die Integrationsprobleme, die sich aufgrund der kulturellen Differenzen zwischen der Werteordnung des Islam und der westlichen Werteordnung inzwischen in allen Lebensbereichen zeigen, werden von den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen und Gewerkschaften weitgehend geleugnet und verdrängt, sei es aus Angst, falsch verstandener Toleranz oder Unwissenheit. Die an der institutionellen Gestaltung des Integrationsprozesses Beteiligten verfügen kaum über solide Kenntnisse über den Islam und die inneren Strukturen der islamischen Zuwanderergesellschaft. Die aber sind notwendig, um die Probleme ausreichend erkennen und lösen zu können. Der kritisch-historischen Analyse des Islam verdanken wir die Einsicht, dass der Islam in seiner dominanten Auslegungsform weltweit eine religiös begründete totalitäre Herrschaftsordnung darstellt. Mit seiner repressiven, autoritären und patriarchalischen Herrschaftskultur weist der Islam große Schnittmengen mit weltlich begründeten totalitären Ideologien und Weltanschauungen auf. Während die etablierte Politik, die Multikulturalisten und die sogenannten Gutmenschen die vom Rechtsradikalismus ausgehende Gefahr im Visier hat, ohne allerdings konsequent gegen zusteuern, sind sie auf dem Auge der Islamproblematik blind. Diese Blindheit beweisen die Verbände und islamophilen Intellektuellen, die den widersinnigen und demagogischen Aufruf „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime!“ zu verantworten haben. Mit solchen Aufrufen sollen nicht die rechtsradikalen Fremdenfeinde getroffen werden, sondern die demokratischen Kräfte, die sich kritisch mit dem grundgesetz- und menschenrechtswidrigen Charakter des Islam auseinandersetzen. Noch schlimmer: Solche hetzerischen, diffamierenden Aufrufe arbeiten den Rechtsradikalen in unserer Gesellschaft in die Hände, weil die Menschen mit ihren Ängsten und Befürchtungen von den Parteien, Verbänden und Medien nicht ernst genommen, sondern im Stich gelassen werden. Und wer in unser Land gekommen ist, weil er wegen seiner Gesinnung aus seiner islamischen Heimat fliehen musste, der sollte von uns erfahren, dass wir unsere Freiheitsrechte verteidigen und offen für die bestehenden Probleme Lösungen erarbeiten, statt kritische Stimmen zu diffamieren.
Dipl. Soz. Georg Schliehe Ratsmitglied Gewerkschaftsmitglied
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Hartmut Krauss: Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft. Eine kritische Bilanz. HINTERGRUND-Verlag Osnabrück (www.hintergrund-verlag.de), Hardcover, 455 S., ISBN 978-3-00-024512-1, 24,00 €.
Nach jahrzehntelanger ungesteuerter Zuwanderung in Deutschland hat sich inzwischen auf allen staatlichen Ebenen die Einsicht durchgesetzt, dass die mit der Zuwanderung verbundenen Integrationsprobleme zu den größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft gehören. Wer die bisherige Debatte zum Thema Integration aufmerksam verfolgt hat, muss aber leider konstatieren, dass die Probleme, die sich aufgrund der kulturellen Differenzen zwischen der Werteordnung des Islam und der westlichen Wertegemeinschaft in allen Lebensbereichen zeigen, von den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen und Gewerkschaften weitgehend geleugnet und verdrängt werden, sei es aus Angst, aus falsch verstandener Toleranz oder aus Unwissenheit. Die bisherigen umfänglichen Integrationsbemühungen haben auf diese grundlegenden Probleme bisher keine überzeugenden Antworten geben können. Die an der institutionellen Gestaltung des Integrationsprozesses beteiligten Politiker und Fachleute verfügen kaum über solide Kenntnisse über den Islam und die inneren Strukturen der muslimischen Zuwanderergesellschaft. Die aber sind unbedingt notwendig, um die Probleme ausreichend diagnostizieren und lösen zu können. Wer sich in diese zentrale Problematik einzuarbeiten versucht, stößt mittlerweile auf eine kaum noch überschaubare Fülle von Büchern, die sich aus unterschiedlichsten Perspektiven mit dem Thema Islam beschäftigen. Nur wenige allerdings werden der komplexen Problemvielfalt dieses politisch brisanten Gegenstandes auch nur annähernd gerecht. So bleiben oftmals wichtige Strukturen und Einflussfaktoren unerkannt oder der Islam wird als reine Religion missverstanden, die mit Islamismus als einer Verfälschung des „wahren“ Islam nichts zu tun habe. Eine echte Alternative zu solchen Veröffentlichungen hat nunmehr der Osnabrücker Sozialwissenschaftler Hartmut Krauss, bekannt bereits durch mehrere islamkritische Einzelbeiträge, mit seinem Buch „Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft. Eine kritische Bestandsaufnahme“ vorgelegt. In gründlicher sozialwissenschaftlich-analytischer Weise wird im ersten Teil der Islam als weltanschauliches und normatives Grundgerüst einer spezifischen Herrschaftskultur aufgeschlüsselt, die den menschenrechtlichen Prinzipien der westlich-europäischen Moderne ablehnend bis feindselig gegenübersteht. Erkenntnistheoretisch differenziert unterscheidet der Autor zwischen dem Islam als objektives Glaubenssystem und der konkreten Glaubenspraxis der Muslime. Mit erstaunlicher Dichte und Tiefenanalyse untersucht der Autor sowohl die Einheit von religiöser Offenbarungsbehauptung, Politik (sozialer Herrschaft) und Kriegsführung im medinensischen Ursprungsislam als auch die „expansiven Entwicklungslinien der islamischen Herrschaftskultur“ nach Mohammeds Tod. Im Ergebnis wird dann deren strukturelle Beschaffenheit dargelegt. Im zweiten Teil analysiert Krauss den Islamismus als Radikalisierung des überlieferten islamischen Bedeutungssystems angesichts der Erfahrung westlicher Überlegenheit und dem Eindringen ökonomisch-technologischer Modernisierungsprozesse. „Der Islamismus repräsentiert demnach keine ‚Verfälschung’ oder ‚wesenswidrige Instrumentalisierung’ des Islam, sondern jene konsequente Innovationsgestalt der islamischen Herrschaftskultur, die durch den Herausforderungsrahmen, wie er von der westlichen Moderne objektiv gestellt wurde, ‚hindurchgegangen’ ist. Nur in dieser radikalisierten Form vermag die islamische Herrschaftskultur als Typus prämodern-religiöser Herrschaft mit absolutem Geltungsanspruch zu überleben“ (S. 133f.). Im dritten Teil werden die verschiedenen Handlungsebenen und Methoden der orthodoxen und radikalislamischen Kräfte innerhalb der deutschen Aufnahmegesellschaft beleuchtet, wobei vor allem der „Islamisierung auf leisen Sohlen“ ein besonderes Gewicht beigemessen wird. Im Einzelnen geht es hierbei u. a. um die Installierung und Ausweitung islamischer Einflusszonen in Bildung und Erziehung sowie um den Einbau grundrechtswidriger islamischer Normen in das deutsche Gesellschaftssystem. Darüber hinaus werden die multidimensionalen Integrationsfaktoren jenseits von migrationspädagogischen Voreingenommenheiten in seltener Klarheit beleuchtet und die Kernprobleme deutlich herausgearbeitet. Auf dieser Basis lassen sich Erfolg versprechende Integrationskonzepte erarbeiten. Den Abschluss bildet die kritische Darstellung und Kommentierung der vom Bundesinnenministerium in Auftrag gegebenen Studie „Muslime in Deutschland“. Anhand des analysierten Zahlenmaterials sieht der Autor im Migrationsimport einer großen Zahl von bildungsfernen Menschen mit einer religiös-rechtsextremistischen Grundgesinnung, die abgeschottete und desintegrative Sozialisationsmilieus bilden, ein zukünftiges gesellschaftspolitisches Kernproblem, „das von der deutschen Öffentlichkeit bislang noch völlig unzureichend begriffen und behandelt … wird“ (S. 441). Die Studie von Hartmut Kraus bietet allen in der Integrationsarbeit tätigen Fachleuten und Politikern eine umfassende Einsichtnahme in die Gesamtproblematik. Aber auch den Bürgern hilft diese Studie, ihre oftmals aus ihren unmittelbaren Erfahrungen heraus erwachsenen Ängste vor dem Islam zu deuten. Kraus lässt keinen Zweifel daran, dass es sich hierbei um Realängste handelt. Er entlarvt den Vorwurf der Islamophobie als üble Diffamierung.
Zwar könnte die Sprache für den sozialwissenschaftlich nicht vorgebildeten Leser stellenweise ein wenig leichter sein. Aber dafür besticht Krauss durchgängig mit einer analytisch klaren Vorgehensweise und verschont den Leser mit den sonst handelsüblichen Abschweifungen ins Erzählerische und mit literarischen Effekthaschereien.
Dipl. Soziologe Georg Schliehe 
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