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Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur Kommunalwahl 2009: Wahlzeitung Seite 1 2 3 4 Wahlplakate Infostände

Alle Artikel aus der Wahlzeitung 2009 Seite 1 Wer ist WIR? WIR, die „Wähler-Initiative-Recklinghausen e.V.“ ist keine Partei, sondern ein unabhängiger, kommunalpolitischer Verein. WIR hat sich 1994 gegründet. An der Gründung waren beteiligt: unabhängige Bürger, Vertreter der Landschaftsschutzgemeinschaft – Fluglärm Loemühle, Vertreter des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND), Vertreter von Bürgerinitiativen und ehemalige Grüne Realpolitiker. WIR ist 1999 als Dritte Kraft in den Rat eingezogen. WIR versteht sich nicht nur als politischer Stellvertreter, sondern auch als Mitstreiter für mehr kommunale Demokratie und eine zukunftsfähige Stadtentwicklung. Alle Projekte, die WIR initiiert, werden fachlich gründlich vorbereitet und strategisch klug umgesetzt. Überörtlich hat sich WIR einen Namen gemacht mit den erfolgreichen Bürgerbegehren „Fahrradfreundliche Stadt RE“ und „Kinder- und Jugendfreundliche Stadt RE“. Seit 10 Jahren trägt WIR in der Mehrheitsallianz mit der CDU und der FDP Verantwortung für die Gesamtstadt. Kein städtisches Projekt konnte ohne WIR durchgesetzt werden. WIR verhandelt in der Allianz fachlich kompetent und konsequent, aber ohne Drohgebärden. Deshalb ist WIR ein zuverlässiger Allianzpartner. Streitfrage: Integration Selbstzensur aus Angst und Beschwichtigungspolitik untergraben unsere freiheitliche Demokratie Nach jahrzehntelanger ungesteuerter Zuwanderung in Deutschland hat sich inzwischen auf allen staatlichen Ebenen die Einsicht durchgesetzt, dass die mit der Zuwanderung verbundenen Integrationsprobleme zu den größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft gehören. Wer die bisherige Debatte zum Thema Integration aufmerksam verfolgt hat, muss aber leider konstatieren, dass der Grundkonflikt tabuisiert wird. Mit der Zuwanderung insbesondere aus der Türkei und anderen islamischen Ländern ging ein stetig steigender Einfluss des Islam in Europa und Deutschland einher. Die Probleme, die sich aufgrund der kulturellen Differenzen zwischen der Werteordnung des Islam und der westlichen Wertegemeinschaft in allen Lebensbereichen zeigen, werden von den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen und Gewerkschaften weitgehend geleugnet und verdrängt, sei es aus Angst, aus falsch verstandener Toleranz oder aus Unwissenheit. Die bisherigen umfänglichen Integrationsbemühungen haben auf diese grundlegenden Probleme bisher keine überzeugenden Antworten geben können. Die an der institutionellen Gestaltung des Integrationsprozesses beteiligten Politiker und Fachleute verfügen kaum über solide Kenntnisse über den Islam und die inneren Strukturen der muslimischen Zuwanderergesellschaft. Die aber sind unbedingt notwendig, um die Probleme ausreichend diagnostizieren und lösen zu können. Polizisten, Pädagogen, Sozialarbeiter, Ärzte und Bürger, die im Alltag mit den Integrationsproblemen konfrontiert sind, reagieren oft mit Hilflosigkeit. In den fachlichen und politischen Arbeitskreisen zur Integration findet bisher keine ausreichende Problemdiskussion statt. Wer sich traut, die tatsächlichen Probleme anzusprechen oder eine gründliche Bestandsaufnahme fordert, wird von den Multikultis (Grüne, Linke, SPD, „Gutmenschen“) und den Migrantenvertretern als Ausländerfeind diffamiert und in die rechte Ecke gestellt. Morddrohungen selbst gegen wissenschaftlich renommierte Islamkritiker sind in unserer freiheitlichen Demokratie keine Seltenheit mehr. Eine Selbstzensur aus Angst vor Diffamierungen, Drohungen und Gewalt untergräbt aber unsere Freiheit, und wer darauf „mit Beschwichtigung reagiert, beschleunigt eine Islamisierung unserer Zivilgesellschaft“ (Broder 2006) Der Islam kennt keine Selbstkritik, Aufklärung und Reformation. Deshalb ist genau zu hinterfragen, was mit unserer Demokratie vereinbar ist und was nicht. Zuwanderer und ihre Nachkommen müssen in die Pflicht genommen werden, eigene Integrationsleistungen zu erbringen. Darüber hinaus muss die Zuwanderung wirkungsvoll gesteuert und begrenzt werden, insbesondere die Heiratsmigration. „Nicht zuletzt aufgrund der absehbaren demographischen Entwicklung gehört eine neue Integrationspolitik zu den unverzichtbaren Voraussetzungen für die Erhaltung des inneren Friedens in Deutschland“, so Politologe Luft (2006) von der Universität Bremen. Vom Multikulti zur Islamkritik
 Vor gut fünf Jahren war auch WIR noch auf dem Multikulti-Kurs. Viele Integrationsprobleme, die mit der türkisch-muslimischen Zuwanderung auch in unserer Stadt entstanden sind, wurden von uns nicht wahrgenommen. Erst die mutigen Frauen türkischer Herkunft (mit hohen Ehren versehen) wie die Soziologin Dr. Necla Kelek, die Rechtsanwältin Seran Ates und die Frauenrechtlerin Serap Cileli haben uns durch ihre Bücher und Vorträge die Augen geöffnet. WIR haben begonnen, genauer hinzusehen und in einer Arbeitsgruppe Migration/Integration umfangreiche wissenschaftliche Literatur zur Integrations- und Islamproblematik durchgearbeitet. WIR haben den Ko¬ran, die Prophetenvita und die islamische Geschichte studiert und unsere reichhaltigen Praxiserfahrungen ausgewertet. Heute wissen WIR, dass das politische Multikulti-Leitbild und die falsche Toleranz schwerwiegende politische Irrtümer waren. In einer umfassenden Analyse zeigt der Politologe Stefan Luft (2006) von der Universität Bremen, dass Multikulti und falsche Toleranz das Integrationspotential erheblich geschwächt und die muslimische Parallelgesellschaft befördert hat. In der Rechtssprechung hat beides dazu geführt, dass die islamische Herkunft als mildernder Umstand für Straftaten geltend gemacht wurde. Diskriminierungen und schlimme Menschenrechtsverletzungen gegenüber muslimischen Mädchen und Frauen wurden missachtet und zugelassen. Vorhandene Sprachprobleme wurden verstärkt und türkisch-muslimische Familien völlig unzureichend in die Integrationspflicht genommen. Demokratie in Gefahr
Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung (Grundgesetz) ist nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis jahrhundertelanger Auseinandersetzungen und blutiger Kämpfe. Sie stützt sich auf drei Säulen: • christlich-jüdische Werte • Aufklärung und • Humanismus WIR tritt ein für diese demokratischen Grund- und Menschenrechte. Sie bilden die Leitplanke unserer politischen Arbeit. Wer sie durchbricht, stößt bei uns auf vehementen Widerstand. WIR wendet sich entschieden gegen jede Form von totalitären Ideologien und Weltanschauungen – seien sie weltlich oder religiös begründet. WIR duldet keine Ausländerfeindlichkeit! Unsere freiheitliche Verfassung (Grundgesetz) wurde am 8.Mai 2008 sechzig Jahre alt. Was für viele Bürger eine Selbstverständlichkeit geworden ist, sehen wir durch gesellschaftliche Veränderungen in Gefahr.
Unsere demokratische Grundordnung ist nach wie vor gefährdet durch Rechtsradikalismus und Linksradikalismus. Eine neue Art der Bedrohung geht von der Islamisierung aus.
Jeder sollte sich verantwortlich zeigen für die Bewahrung unserer Freiheitsrechte! Seite 2: Zum grund- und menschenrechtswidrigen Charakter des Islam
Der Islam besitzt weder den Status einer Privatreligion im Sinne des Grundgesetzes noch lässt er sich auf seine rituellen Vorschriften (5 Säulen des Islam) beschränken. Er verkörpert vielmehr eine ganzheitliche, sämtliche Lebensbereiche umfassende Vorschriftenreligion. Koran, Sunna und Scharia werden als göttlich bestimmte Lebensregeln aufgefasst, die prinzipiell eine höhere und verbindlichere Geltungsmacht besitzen als jedes vom Menschen gemachte (säkulare) Recht (Sure 2 Vers 2). Gemäß der islamischen Weltanschauung ist der Mensch ganz auf die Rolle eines gehorsamspflichtigen Gottesdieners festgelegt (Sure 4 Vers 5; Sure 51 Vers 56). Die Verbindung von persönlichem Lebenssinn und unterwürfiger Gottesverehrung schließt eine autonome Würde des Menschen und seine Unantastbarkeit aus. Das Recht des Einzelnen auf freie Persönlichkeitsentfaltung und individuelle Selbstbestimmung wird dadurch unmöglich gemacht. Der Islam sieht sich als letztgültige und damit einzig wahre Religion, die anderen Religionen überlegen und zur Herrschaft berechtigt ist. Damit ist auch die religiöse Pflicht der Islamisierung gegeben (Sure 3 Vers 110). Folgerichtig akzeptiert das islamische Glaubensbekenntnis keine interkulturelle Gleichberechtigung und ist nicht mit dem Prinzip der Gleichberechtigung aller Menschen (Menschenrechte) und dem Pluralismus vereinbar. Die klassische islamische Weltsicht (Dar al Islam/ Dar al Harb) unterteilt die Welt in Gläubige und Ungläubige. Der orthodoxe Kernbestand des Islam ist nicht mit Meinungs-, Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie Gleichheit vor dem Gesetz vereinbar. Darüber hinaus beinhaltet der Islam ein ausgeprägt repressives patriarchalisches System, das systematisch die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen außer Kraft setzt (u.a. Sure 4 Vers 34). Zum absolutistischen Glaubenssystem des Islam gehört folgerichtig auch das Verbot des Austritts. Wer als Muslim seinen Glauben widerruft oder wechselt, begeht Riddah (Apostasie) und damit das schwerste Vergehen im Islam. Auf Apostasie steht nach traditioneller einheitlicher Meinung der Rechtsgelehrten die Todesstrafe (Khoury, 2006, S. 225). Bereits diese wenigen, aber wesentlichen Beispiele verdeutlichen den grund- und menschenrechtswidrigen Charakter des Islam. Daher ist es auch unzulässig, unseren von Reformation, Aufklärung und Humanismus geprägten Religionsbegriff auf den Islam zu übertragen. Muslime in Deutschland Eine säkularisierte Lebensgestaltung ist mit dem objektiven islamischen Glaubenssystem nicht vereinbar. Eine Konfrontation mit der westlichen Lebensweise und unserem Bildungssystem hat jedoch einen konkreten Einfluss auf die Glaubenspraxis von Muslimen in Deutschland. Zwei Richtungen sind denkbar: Eine verstärkte Hinwendung zum Fundamentalismus oder eine verstärkte Distanzierung von der Religion. Nach einer repräsentativen Studie des Innenministeriums „Muslime in Deutschland“ (Bundesministerium des Innern (Hrsg.), 2007, S. 124) ergeben sich zum Kernbereich „Religiosität“ vier Muster religiöser Orientierungen. Die große Mehrheit bilden mit 40,6% „fundamental orientierte“ Muslime, 21,7% sind „orthodox-religiös“ und 19,0% „traditionell-konservativ“. Eine Minderheit von 18,8% bilden die „gering religiösen“ Muslime. Das entspricht in etwa einem Verhältnis von 4/5 fundamental-konservativen Muslimen zu 1/5 liberalen Muslimen. Die Studie belegt außerdem, dass der Besuch einer Koranschule die individuelle Ausprägung fundamental-orientierter Einstellungen nachhaltig fördert (ebenda S. 134). Im Hinblick auf die realen weltanschaulich-politischen Einstellungen der Muslime in Deutschland sind weitere Befunde der Studie von Bedeutung: • 65,5% der Muslime halten den Islam für die einzig wahre Religion • 45% der Muslime halten nur den Islam für fähig, die Probleme der Welt zu lösen • 50,6% der Muslime sind der Überzeugung, dass der Islam in der ganzen Welt durchgesetzt werden wird • 55,9% der Muslime halten die christliche Religion für unfähig, die Moral zu sichern • 71% der Muslime sehen die Sexualmoral der westlichen Welt als völlig verkommen an Den Autoren der Studie ist es nicht gelungen, ein signifikantes „moderat- reformislamisches“ Lager in Deutschland zu finden. Zur Auswirkungsanalyse gehört die Bevölkerungsentwicklung: Bis 2015 nimmt der Migrantenanteil durch Geburtenüberschüsse um 23,4% zu und die deutsche Bevölkerung um 7,9% ab. „In vielen Großstädten wird schon ab 2010 der Anteil der Zugewanderten bei den unter 40jährigen die 50%-Schwelle erreichen bzw. überschreiten…Von Zuwanderung profitiert in erster Linie der Migrant, nicht der Staat, denn die restliche Lebensarbeitszeit nach 25 Jahren genügt nicht, um die negative Bilanz auszugleichen“ (Birg, 2002 S. 3,6). WIR fordert Maßnahmen auf Bundes- und Landesebene: - Zuwanderung muss wirkungsvoll nach ökonomischen und demographischen Bedürfnissen der BRD gesteuert und begrenzt werden.
- Der Staat muss auch von den Migranten in allen Bereichen Gesetzesgehorsam verlangen und durchsetzen.
- Der Staat muss Grenzen setzen, wo eine „politisierte Religion“, wie wir sie im Islam vorfinden, Sonderrechte beansprucht.
- Der Ehegattennachzug muss durch erhöhte Anforderungen an deutsche Sprachkenntnisse und einen gesicherten Lebensunterhaltsnachweis eingegrenzt werden.
- „Zwangsheirat“ muss ein eigener Straftatbestand werden, Zivil- und Strafrecht zur Bekämpfung von Zwangsehen müssen verbessert werden.
- Verbotsmaßnahmen gegen verfassungsfeindliche islamistische Organisationen und die Ausweisung von Hasspredigern und Terrorverdächtigen müssen erleichtert werden.
- Die gesetzlichen Voraussetzungen zur Kontrolle von Moscheevereinen, Koranschulen und Wohnheimen müssen geschaffen werden.
- Antisemitische Hetze und deutsch- und christenfeindliche Gewalt junger muslimischer Migranten müssen konsequent strafrechtlich verfolgt werden.
- Die im Koordinierungsrat (KRM) zusammengeschlossenen fundamentalistischen Verbände (DITIB, Zentralrat, Islamrat, VIKZ) dürfen nicht als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt werden.
- Eine Ergänzung und Änderung des Baugesetzbuches ist nötig zur Verhinderung ethnischer Parallelgesellschaften und der Ausbreitung von Großmoscheen und islamischen Kulturzentren.
WIR fordert Kurswechsel für Recklinghausen Seit Jahren versucht WIR durch Aufklärungsarbeit, Projekte, Anträge und Praxisarbeit die Probleme der Integration in RE anzugehen. WIR hat die Politiker und die Verwaltungsspitze mit Infos über die Islamproblematik versorgt. WIR hat die repräsentative Studie des Innenministers über „Muslime in Deutschland“ durch einen Fachmann im Rathaus vorgestellt. WIR hat Vorträge über die Bildungskatastrophe türkisch-muslimischer Kinder, über Zwangsheirat und Ehrenmorde, über islamistische Schülerwohnheime des VIKZ und über die Thematik Islam und Grundgesetz organisiert. Die Ignoranz aller Parteien im Rathaus ist überwältigend! Die Grünen, die Linke und die SPD sind unbelehrbar und halten an ihrem Multikulti-Kurs fest. Wenn’s in den Ausschüssen um Umweltfragen, Verkehrsplanungen, Gebühren u.a. geht, dann können es nie genug Informationen sein, die sie im Namen der Bürger von der Verwaltung einfordern. Geht es aber um die Ursachen der Integrationsprobleme wie Bildungsdefizite, Jugendgewalt, Zwangsheirat…, um Parallelentwicklungen in einzelnen Stadtteilen wie Süd und Grullbad, um ein islamisches Schülerwohnheim an der Dortmunder Straße oder um das islamische Zentrum an der Bochumer Straße, dann herrscht nicht nur tiefes Schweigen, sondern die Nachfragen und Ratsanträge von WIR werden auf die übelste Art und Weise in völliger Unkenntnis der Sachlage diffamiert. So wurde z.B. unser Ratsantrag - mit 39 fundierten Fragen -, aus aktuellem Anlass einen ausführlichen Bericht über die „islamische Kulturunion“ vorzulegen, einhellig ohne plausible Begründung abgelehnt. WIR hat sich nicht nur schlau gemacht, sondern hilft auch im Unterschied zu anderen Parteien ganz praktisch: WIR-Vertreter haben muslimische Frauen in die Psychiatrie begleitet, muslimische Mädchen vor der Gewalt ihrer Brüder beschützt, bedrohte Ehefrauen zur Polizei begleitet, Auszubildenden geholfen, Prüfungen zu bestehen und benachteiligten muslimischen Schülern zu ihrem Recht verholfen. Ganz aktuell hat die WIR-Fraktion ein wissenschaftliches Gutachten „Zur Konflikt- und Gewaltsituation“ muslimischer Frauen in RE an eine kompetente Dipl. Sozialpädagogin türkischer Herkunft vergeben.
Seite 3: Nichts ist teurer als keine Bildung Niemanden zurücklassen in Erziehung, Bildung und Ausbildung Von der frühkindlichen Erziehung und Bildung in den Kitas und den Bildungschancen in Schule, Ausbildung und Hochschule hängen die Stabilität unserer demokratischen Gesellschaft und die wirtschaftliche Entwicklung ab. In allen Bildungsbereichen haben uns die PISA – Studie und die Bildungsexperten der OECD schlechte Noten erteilt. Insbesondere in Sachen Chancengleichheit erhielt Deutschland den Ehrentitel „Ungerechtigkeit“. Die Bildungsvoraussetzungen aufgrund der sozialen Herkunft schlagen in Deutschland von allen untersuchten Staaten am stärksten durch. Das zergliederte Schulsystem und die frühe Schulselektion der Kinder sind wesentlicher Grund für die fehlende Chancengleichheit. Hinzu kommt die schlechte Ausbildung der Erzieher und Lehrer im Kindergarten und Schule. Der Unterrichtsstil und das Lernklima stehen ebenfalls in der Kritik. Unser Schulsystem demotiviert viele Schüler, statt ihre Lernfreude und Neugier zu erhalten und zu fördern. WIR tritt daher ein für: • ein System der individuellen Förderung. • frühe Diagnosen von Lernschwächen und neue Unterrichtsformen. • fortschrittliche Curricula und neue Unterrichtsmethoden. • eine längere Verweildauer in der Grundschule. • eine stärkere Leistungsverantwortung von Lehrern. • eine qualitativ hochwertige Ausbildung von Erziehern und Lehrern. • den Ausbau der Ganztagsangebote an allen Schulformen. Darüber hinaus hat WIR die Einrichtung eines Bildungsbüros mit beschlossen, um insbesondere die Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen aus türkisch-muslimischen Migrantenfamilien zu verbessern, denn die „Bildungskatastrophe“ betrifft vor allem diese Zielgruppe. Aber ohne die Migrantenfamilien in die Verantwortungspflicht für unsere Gesellschaft zu nehmen sind diese Probleme nicht lösbar. WIR unterstützt und fördert außerdem: • den bedarfs- und familiengerechten Ausbau für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren. • die Weiterentwicklung der Familienzentren zu echten Integrationszentren.. • die regelmäßige Sprachstandserhebung und die Qualifizierung der Sprachförderung. • die Integration von Kindern mit Behinderungen in den Kindertageseinrichtungen. Die Mehrkosten, die für diese Projekte entstehen - auch im Personalbereich - sind unabdingbar.
WIR verfolgt ein Gesamtkonzept Mit zwei zentralen Leitzielen: - Mehr kommunale Demokratie – Der Bürger als Partner: Die gewählten politischen Vertreter sind nicht in der Lage, die aktuellen und zukünftigen Probleme unserer Stadt alleine zu lösen. Wir brauchen die Mitarbeit und Mitverantwortung der Bürger.
- Umsetzung einer nachhaltigen Stadtentwicklung: Nachhaltige Entwicklung bedeutet, dass wir weder auf Kosten der Natur noch auf Kosten anderer Regionen oder anderer Menschen noch auf Kosten zukünftiger Generationen leben.
Bürgerbegehren Fahrradfreundliche Stadt ein voller Erfolg
WIR hat 1995 und 1999 mit zwei Bürgerbegehren „Fahrradfreundliche Stadt Recklinghausen“ das größte ökologische Verkehrsprojekt in unserer Stadt initiiert und durchgesetzt. Mit einem Arbeitsaufwand von 3500 Stunden und einem Kostenaufwand von 25.000 DM haben wir:
• 26.000 Unterschriften gesammelt • Einen Fachbeitrag verfasst • Den 1. Fahrradtag organisiert • Eine Zeitung und Infoblätter erstellt

WIR wurde vom BUND und vom ADFC unterstützt. Beide Bürgerbegehren wurden von der SPD-Fraktion abgelehnt. Die Grünen haben sich der Verantwortung entzogen und sich enthalten. Das zweite Bürgerbegehren wurde von WIR als politische Bedingung in den Allianzvertrag eingebracht und von der neuen Allianz-Mehrheit (CDU, WIR, FDP) beschlossen und mit der Umsetzung begonnen:
• Drei Fachleute wurden eingestellt • Eine Projektgruppe eingerichtet • Ein Radverkehrsnetzplan erstellt • Zahlreiche Maßnahmen umgesetzt • Öffentlichkeitsarbeit organisiert
Unsere Anstrengungen wurden belohnt: Die Kommission der Landesregierung verlieh Recklinghausen das Gütesiegel „Fahrradfreundliche Stadt“. Ein Ansporn für die weitere Arbeit. Unser Ziel: den Radverkehrsanteil von 9% auf 20% zu steigern. Machen Sie mit! Radfahren ist gesund – umweltfreundlich -ökonomisch
Kinder- und Jugendfreundlichkeit hat Priorität
 Kinderfreundlichkeit ist eine zentrale Aufgabe in der Stadtentwicklung und ein Qualitätsmerkmal für Zukunftsfähigkeit. Es gibt keinen gesellschaftlichen Bereich, der Kinder und Jugendliche nicht direkt oder indirekt betrifft. Viele kommunale Entscheidungen bestimmen und verändern die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, ohne dass sich die Verantwortlichen mit den Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche auseinandergesetzt haben. WIR will daher ein Kinderfreundlichkeits-Prüfverfahren durchsetzten, das bei allen kommunalen Aufgaben und Vorhaben angewendet wird. Folgende Grundprinzipien sollen bei allen städtischen Planungen Beachtung finden:  • Kinder haben Rechte • Gesundheit und Sicherheit fördern • Gebrauchsfähigkeit herstellen • Veränderbarkeit zulassen • Erlebniswelten schaffen • Partizipation praktizieren
Am 28.02.2005 hat der Rat einstimmig das von WIR durchgeführte Bürgerbegehren „Kinder- und jugendfreundliche Stadt Recklinghausen“ beschlossen. Das Begehren ist von 6.329 wahlberechtigten Bürgern der Stadt Recklinghausen unterzeichnet worden. Auch unsere Fachverwaltung sieht insbesondere unter dem Aspekt der demografischen Herausforderungen in der Kinder- und Jugendfreundlichkeit ein zentrales Leitziel der Stadtentwicklung und ein Qualitätsmerkmal für Zukunftsfähigkeit. Im Zuge der Umsetzung des Bürgerbegehrens hat WIR durch die Einrichtung einer Ratskommission neue Maßstäbe gesetzt. Viele Maßnahmen wurden inzwischen umgesetzt, wie die Einrichtung von Proberäumen für Jugendbands, die Überarbeitung und Verbesserung von Spielplätzen und Jugendtreffs und Projekte zu Bewegung und Sport.
Warum Arcaden? Die Essener mfi AG – zweitgrößter Entwickler und Betreiber von Shopping-Centern in der BRD - beabsichtigt 180 Millionen Euro in die „Recklinghausen Arcaden“ zu investieren. Nach gründlicher Prüfung der Auswirkungsanalyse des Büros GMA und des Verkehrsgutachtens, nach der Besichtigung eines Arcaden-„Prototyps“ in Erlangen, der Teilnahme am Gremium zum Fassadenwettbewerb mit dem Siegerentwurf von Auer+Weber, nach zahlreichen Arbeitssitzungen der Allianz sowie Besprechungen mit Verwaltungsfachleuten und der Reduzierung der Verkaufsfläche von ehemals 35.000m² auf 29.700 m² unterstützt WIR das Zukunftsprojekt „Recklinghausen Arcaden“. Mit diesem Projekt können wir den schleichenden Kaufkraftverlust an die großen Zentren im Ruhrgebiet nicht nur stoppen, sondern umkehren. Auch die Bezirksregierung sieht das Projekt im Einklang mit der Landesplanung. Gleichzeitig begrüßen wir, dass das Löhrhof-Center, die städtebauliche Todsünde der siebziger Jahre, den Arcaden weichen muss. Da die Opposition (Grüne und SPD) sich der inhaltlichen Diskussion im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt verweigert und im Rat gegen das Zukunftsprojekt votiert hat, konnte der Bebauungsplan Nr. 300 - Löhrhof nur mit den Stimmen der WIR-Fraktion durchgesetzt werden. WIR aktiv mit den Bürgern für eine bessere Stadt WIR rettet die Verbraucherzentrale  Während der 10-jährigen Ratsarbeit hat sich WIR mit den Bürgern für ein besseres Recklinghausen eingesetzt. Durch Bürgerbegehren und Unterstützung von Bürgeranliegen und Initiativen (Seite 4) konnte WIR zu einer verbesserten Lebensqualität in Recklinghausen aktiv beitragen. Ein besonders wichtiges soziales Projekt stellt die Rettung der Verbraucherzentrale dar. WIR hat sich erfolgreich in der Allianz für den Erhalt der Verbraucherzentrale RE eingesetzt und konnte eine Vertragsverlängerung – statt Aufgabe der Institution – durchsetzen. WIR sieht in der Verbraucherzentrale eine starken Partner für die Bürger in Recklinghausen. Dies wird eindrucksvoll durch die Zahl von 20.000 Verbraucherberatungen pro Jahr in Recklinghausen belegt. Die Verbraucherzentrale unterstützt die Bürger durch Beratungs- und Hilfsangebote für den immer unübersichtlicher werdenden Markt, speziell auch über das Internet, trägt zur Wirtschaftsförderung bei und bietet anbieterunabhängige Beratung z.B. im Gesundheitswesen. Die Verbraucherzentrale stellt ein kostengünstiges Angebot für alle Bürger der Stadt dar, das unter keinen Umständen abgeschafft werden darf. Seite 4: Große & kleine WIR-Projekte - WIR rettet die Werdehausen-Wandbilder im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen vor dem Abriss.
- WIR kämpft für Freiraumsicherung in Stuckenbusch und Röllinghausen.
- WIR setzt das 1000-Bäume-Programm für Hochlarmark durch.
- Bisher konnte WIR aktiv den Ausbau der L889n in Suderwich mitten durch eines der letzten Recklinghäuser Landschaftsschutzgebiete verhindern.
- WIR verhindert zum Schutz der Anwohner an der Rietstr. Gewerbeansiedlung. Parkanlage und Streuobswiese bleiben erhalten.
- WIR zeigt sich verantwortlich in der Allianz und trägt alle wichtigen Entscheidungen und den Haushalt mit.
- WIR bearbeitet Themen auch theoretisch und verfasst wissenschaftliche Fachbeiträge und Konzepte.
- WIR setzt sich für Kunst und Kultur in Recklinghausen ein (Museumskonzept, Musik bei WIR).
- WIR hat erfolgreich 2 Bürgerbegehren für das bisher größte ökologische Programm in Recklinghausen durchgeführt und umgesetzt: Die Fahrradfreundliche Stadt RE.
- WIR kämpft an vielen Stellen für die Einrichtung von Spielstraßen und Verkehrsberuhigungsmaßnahmen (Nonnenbuschweg, Im Höfken, Franz- Hitze-Straße).
- WIR beschließt mit der Allianz das Projekt Arcaden Recklinghausen.
- WIR konnte bedürftigen Menschen in Recklinghausen bei der Wohnraumsuche, bei Behörden- und Nachbarschaftsproblemen helfen.
- WIR hat - im Gegensatz zu den anderen Parteien – ein umfassendes Integrationskonzept entwickelt.
- WIR bereitet Projekte mit eigenen Planungen und Fachbeiträgen vor.
- WIR hat das Bürgerbegehren zur Kinder- und Jugendfreundlichen Stadt RE durchgesetzt.
- WIR zeigt sich auch regional im Kreistag für Recklinghausen und seine Region verantwortlich. WIR setzt sich mit verschiedenen Projekten aktiv für die Bildung an Fachhochschule, Schule, Kindergarten und anderen Weiterbildungseinrichtungen ein (u.a. Rettung der Stuckenbuscher Grundschule, Kindergartenkonzept, Praxissemester)
- WIR kämpft für die Kleingartenanlage Froschkönigweg.
- WIR rettet die Verbraucherzentrale RE vor der Schließung.
- WIR spendet neuen Sand für den Spielplatz der Kleingartenanlage Grullbad.
- WIR erarbeitet eigene Konzepte für die Verkehrsgestaltung in Recklinghausen (Stadtring und andere).
- WIR beschließt mit den Allianzpartnern das Programm zur Beseitigung von Frostschäden an Straßen in Höhe von 1,3 Mio. Euro.
- 4 Jahre hat WIR gegen alle Parteien für die Erweiterungspläne der Firma Schloemer gekämpft. Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. Wirtschaftsförderung muss auch bei vorhandenen Firmen vor Ort stattfinden.
UNSERE BÜRGERMEISTERKANDIDATIN ClaudiaLudwig: Mit Bürgermeister Pantförder möchte ich unsere attraktive Stadt Recklinghausen repräsentieren und zum Wohle der Gemeinschaft beitragen. Durch meine langjährigen Erfahrungen als Ratsfrau und Kreistagsabgeordnete habe ich mir die notwendige Kompetenz angeeignet. Als Vorsitzende der WIR-Fraktion habe ich alle Entscheidungen in der Allianz mitgeprägt. Wichtig war und ist mir dabei immer, auch die sozialen Interessen der Bürger einzubringen. Ohne mein Engagement gäbe es zum Beispiel in Recklinghausen keine Verbraucherzentrale mehr. Meine Stärken sind Zuverlässigkeit, Engagement und Geradlinigkeit. Erschüttert bin ich immer wieder über die Unwissenheit und Ignoranz vieler Politiker im Rathaus, insbesondere, wenn es um das zentrale Zukunftsthema Integration geht. Deshalb möchte ich mit dem kompetenten Team der WIR die Politik im Rathaus beeinflussen und mich, wie in den letzten Jahren, konstruktiv in die Allianz einbringen. Mein Leitspruch: "Die demokratischen Freiheiten für unsere Kinder und Enkel sichern!"
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